
Eine Pauschalreise ist weit mehr als nur bequem – sie ist eine bewährte rechtliche Festung, die Ihr Geld und Ihre Nerven in Krisenfällen wie der FTI-Insolvenz schützt.
- Der deutsche Reisesicherungsschein garantiert die Erstattung Ihrer Zahlungen bei Veranstalter-Insolvenz, ein Schutz, den Einzelbucher nicht haben.
- Bei Mängeln, Flugausfällen oder Problemen vor Ort haben Sie einen einzigen, rechtlich haftbaren Ansprechpartner: den Reiseveranstalter.
Empfehlung: Für sicherheitsorientierte Familien und Senioren ist die Pauschalreise auf die Kanaren die objektiv sicherere und sorgenfreiere Buchungsart, um finanzielle Risiken und Stress zu minimieren.
Die Vorstellung ist verlockend: Sonne, Vulkane und das Rauschen des Atlantiks. Ein Urlaub auf den Kanarischen Inseln verspricht Erholung pur. Doch in einer Welt, in der Nachrichten über Airline-Streiks, Hotelprobleme oder gar die Insolvenz grosser Reiseveranstalter wie FTI die Urlaubsfreude trüben, rückt eine Frage in den Mittelpunkt: Wie reise ich am sichersten? Viele glauben, durch die individuelle Buchung von Flug, Hotel und Transfer mehr Kontrolle und Flexibilität zu gewinnen. Man vergleicht Preise, stellt sich die perfekte Reise zusammen und fühlt sich als sein eigener Herr.
Doch was passiert, wenn ein Rädchen in diesem selbstgebauten Getriebe klemmt? Wenn der Flug ausfällt, das Hotel nicht den Versprechungen entspricht oder unvorhergesehene Ereignisse wie eine Vulkanaschewolke den Reiseplan durchkreuzen? Plötzlich wird aus dem Traum von Flexibilität ein Albtraum aus Zuständigkeiten, geplatzten Anzahlungen und einer zermürbenden Suche nach Verantwortlichen. Aber wenn der Schlüssel zu wahrer Reisesicherheit nicht in der totalen Kontrolle über Einzelbausteine liegt, sondern in einem einzigen, starken rechtlichen Fundament? Genau hier entfaltet die Pauschalreise ihre wahre Stärke – nicht als starres Paket, sondern als eine rechtliche Festung, die speziell für den Schutz deutscher Verbraucher konzipiert wurde. Dieser Artikel beleuchtet, warum die Pauschalreise gerade jetzt die überlegene Wahl für einen sorgenfreien Kanaren-Urlaub ist, indem er die konkreten Schutzmechanismen von der Insolvenzsicherung bis zur Mängelhaftung im Detail erklärt.
In den folgenden Abschnitten analysieren wir die entscheidenden Sicherheitsaspekte, die eine Pauschalreise von Einzelbuchungen unterscheiden. Sie erfahren, wie Sie bei Problemen rechtlich abgesichert sind und welche Vorteile sich in der Praxis ergeben.
Sommaire : Die rechtlichen Vorteile der Pauschalreise auf die Kanaren im Detail
- Was genau deckt der deutsche Reisesicherungsschein bei Vulkanaschefällen ab?
- Wie dokumentieren Sie Mängel im Hotel vor Ort richtig für eine spätere Erstattung?
- Kostenfalle oder Sorglospaket: Was rechnet sich bei den aktuellen Lebensmittelpreisen mehr?
- Der Fehler, den Bus-Transfer zu verpassen: Wie Sie am Flughafen Ihre Gruppe finden
- Wann und wie können Sie vorab ein ruhiges Zimmer reservieren ohne Aufpreis?
- Wie sparen Sie bis zu 300 € pro Woche bei der Selbstverpflegung auf den Kanaren?
- Kanaren oder Kapverden: Welches Atlantik-Ziel bietet bessere medizinische Versorgung?
- Pauschal oder Baustein: Welche Buchungsart schützt Ihr Geld bei Flugausfällen besser?
Was genau deckt der deutsche Reisesicherungsschein bei Vulkanaschefällen ab?
Der deutsche Reisesicherungsschein ist das Kernstück der rechtlichen Absicherung einer Pauschalreise. Seine Hauptaufgabe ist der Schutz des von Ihnen gezahlten Reisepreises im Falle einer Insolvenz des Reiseveranstalters. Dies ist kein abstraktes Risiko, sondern eine Realität, wie die jüngste FTI-Insolvenz eindrücklich zeigte. Der dafür zuständige Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) springt ein, um Vorauszahlungen zu erstatten und, falls nötig, die Rückreise gestrandeter Urlauber zu organisieren. Bei Ereignissen wie Vulkanaschewolken greift ein anderer Mechanismus: Hierbei handelt es sich um „aussergewöhnliche Umstände“. Ist die Reise dadurch erheblich beeinträchtigt, haben Sie das Recht, kostenlos vom Vertrag zurückzutreten. Bei einer Pauschalreise kümmert sich der Veranstalter um die Abwicklung. Bei Einzelbuchungen bleiben Sie oft auf den Kosten für Hotel und Mietwagen sitzen, selbst wenn der Flug storniert wird.
Die FTI-Pleite 2024 war der ultimative Praxistest für dieses System. Der DRSF wurde aktiviert, um die Gelder der Pauschalreisenden zu sichern. Aktuelle Zahlen zeigen das Ausmass: Nach der FTI-Pleite wurden schnell Prozesse zur Erstattung eingeleitet, was unterstreicht, wie wichtig dieser Schutzmechanismus ist. Individualreisende, die nur ein Hotel bei FTI gebucht hatten, gingen hingegen leer aus, da der Sicherungsschein nur für Pauschalreisen gilt. Diese Unterscheidung ist der entscheidende Vorteil: Die Pauschalreise bildet eine rechtliche Einheit, die als Ganzes abgesichert ist.
Ihr Plan bei Veranstalter-Insolvenz: Checkliste
- Sicherungsschein finden: Suchen Sie den Reisesicherungsschein sofort aus Ihren Buchungsunterlagen heraus. Er ist der Beweis für Ihren Anspruch.
- Absicherer kontaktieren: Nehmen Sie umgehend Kontakt mit dem im Sicherungsschein genannten Absicherer (in der Regel der DRSF) auf.
- Antrag stellen: Reichen Sie den Erstattungsantrag über das bereitgestellte Online-Portal des Absicherers ein.
- Nachweise sammeln: Halten Sie alle Zahlungsnachweise, die Buchungsbestätigung und jegliche Korrespondenz griffbereit.
- Zahlungen stoppen: Leisten Sie unter keinen Umständen weitere Zahlungen an den insolventen Reiseveranstalter.
Für sicherheitsbewusste Reisende bedeutet das: Der Reisesicherungsschein ist keine blosse Formalität, sondern eine aktive Versicherungspolice für den Ernstfall, die bei Einzelbuchungen schlichtweg fehlt.
Wie dokumentieren Sie Mängel im Hotel vor Ort richtig für eine spätere Erstattung?
Ein lautes Zimmer, eine defekte Klimaanlage oder Baulärm neben dem Pool – Reisemängel können die Urlaubsfreude erheblich trüben. Bei einer Pauschalreise ist Ihr Ansprechpartner nicht das Hotelmanagement, sondern Ihr Reiseveranstalter. Er ist rechtlich verpflichtet, für Abhilfe zu sorgen oder Ihnen eine Preisminderung zu gewähren. Der entscheidende Schritt für eine erfolgreiche Reklamation ist jedoch die sofortige und lückenlose Dokumentation vor Ort. Zögern Sie nicht, Mängel sofort bei der Reiseleitung zu melden. Eine mündliche Meldung ist gut, eine schriftliche Bestätigung ist besser. Lassen Sie sich die Mängelanzeige von der Reiseleitung gegenzeichnen.
Für eine spätere Geltendmachung von Ansprüchen sind Beweise unerlässlich. Machen Sie Fotos und Videos, die den Mangel klar zeigen. Achten Sie auf Zeit- und Datumsstempel. Bei Lärmbelästigung können kurze Videoaufnahmen mit Ton sehr überzeugend sein. Notieren Sie sich Namen von Zeugen (andere Hotelgäste) und führen Sie ein kurzes Protokoll über die Dauer und Intensität der Störung. Diese sorgfältige Beweissicherung ist Ihre Grundlage für eine Preisminderung nach Ihrer Rückkehr.

Die Höhe einer möglichen Minderung orientiert sich oft an der sogenannten Frankfurter Tabelle. Diese gibt Richtwerte vor, wie viel Prozent des Reisepreises erstattet werden können. Laut dieser Tabelle, die von Gerichten oft als Orientierung genutzt wird, kann allein nächtlicher Lärm zu einer Minderung von bis zu 40% führen, während Baulärm mit 5-25% bewertet wird. Für Individualbucher ist der Prozess ungleich schwieriger: Sie müssen sich direkt mit dem Hotelier im Ausland auseinandersetzen, oft mit Sprachbarrieren und unter Anwendung ausländischen Rechts.
Die klare Haftungskette der Pauschalreise verwandelt eine potenziell aussichtslose Auseinandersetzung in einen standardisierten Prozess nach deutschem Recht.
Kostenfalle oder Sorglospaket: Was rechnet sich bei den aktuellen Lebensmittelpreisen mehr?
Die Entscheidung zwischen Selbstverpflegung, Halbpension oder All Inclusive ist nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch eine handfeste finanzielle Kalkulation – besonders auf den Kanaren, wo die Lebensmittelpreise in touristischen Zentren hoch sein können. Während die Selbstverpflegung auf den ersten Blick als günstigste Option erscheint, summieren sich die Kosten für Supermarkteinkäufe, Restaurantbesuche, Getränke und den Transport schnell. Vergisst man den Zeitaufwand für Einkaufen und Kochen nicht, kann das vermeintliche Schnäppchen schnell zur Kosten- und Stressfalle werden. Demgegenüber steht die finanzielle Planbarkeit einer Pauschalreise mit Verpflegung.
Gerade für Familien und Senioren bieten Halbpension oder All Inclusive eine entscheidende Sicherheit: die Kostenkontrolle. Die Ausgaben für Essen und Trinken sind grösstenteils im Voraus bezahlt, was unliebsame Überraschungen auf der Endabrechnung verhindert. Die folgende Tabelle stellt die wöchentlichen Kostenfaktoren für eine Familie gegenüber und zeigt, dass der Aufpreis für eine Halbpension oft geringer ist als die Summe der Einzelkosten bei Selbstverpflegung.
| Kostenfaktor | Selbstverpflegung (pro Woche) | Halbpension Aufpreis |
|---|---|---|
| Lebensmitteleinkauf (Familie) | 200-300 € | – |
| Restaurantbesuche Mittag | 140-210 € | – |
| Transportkosten zum Supermarkt | 30-50 € | – |
| Zeitaufwand (in Stunden) | 10-15 Stunden | 0 Stunden |
| Gesamtkosten | 370-560 € | 280-400 € |
Dieser finanzielle Aspekt wird durch einen psychologischen Vorteil ergänzt, wie Reiseexperten betonen. Die feste Verpflegungsleistung schützt nicht nur vor unerwarteten Ausgaben, sondern auch vor der mentalen Belastung des ständigen Preisvergleichs vor Ort. Es ist eine Form der mentalen Entlastung, die den Erholungswert des Urlaubs signifikant steigert.
All Inclusive ist eine mentale Flatrate. Sie schützt vor unerwarteten Ausgaben und der ständigen mentalen Belastung, Preise vor Ort vergleichen zu müssen
– Urlaubsguru Reiseexperten, Kanaren Pauschalreisen Guide 2026
Letztendlich ist das Sorglospaket oft nicht nur entspannter, sondern unter dem Strich auch finanziell vernünftiger.
Der Fehler, den Bus-Transfer zu verpassen: Wie Sie am Flughafen Ihre Gruppe finden
Die Ankunft am Flughafen nach einem langen Flug kann chaotisch sein. Man ist müde, die Umgebung ist fremd und das Letzte, was man möchte, ist den gebuchten Transfer zum Hotel zu verpassen. Genau hier zeigt sich ein weiterer, oft unterschätzter Vorteil der Pauschalreise: der organisierte Transfer. Während Individualreisende sich um Taxis, überfüllte öffentliche Busse oder einen Mietwagen kümmern müssen, werden Pauschalreisende in der Regel von einem Repräsentanten des Veranstalters erwartet. In der Ankunftshalle halten Mitarbeiter Schilder mit dem Logo des Veranstalters hoch und weisen den Weg zum richtigen Bus. Dieses System ist in Deutschland extrem etabliert; nicht umsonst werden 41% aller Pauschalreisen in Europa in Deutschland verkauft.
Sollten Sie dennoch den Anschluss verpassen, greift auch hier das Sicherheitsnetz der Pauschalreise. Die Reiseunterlagen enthalten immer eine Notfallnummer des Veranstalters. Ein Anruf genügt, und die Reiseleitung vor Ort wird eine Lösung organisieren. Meist wird Ihnen geraten, ein Taxi zu nehmen. Die Quittung sollten Sie gut aufbewahren, denn nach § 651k Abs. 3 BGB ist der Veranstalter verpflichtet, Ihnen diese Kosten zu erstatten, da der Transfer Teil der gebuchten Reiseleistung ist. Moderne Veranstalter-Apps wie die von TUI bieten zudem oft die Möglichkeit, den Treffpunkt und den Status des Transfers vorab zu prüfen. Für Einzelbucher gilt: Wer den Bus verpasst, zahlt die Taxifahrt aus eigener Tasche.
Falls Sie den Treffpunkt nicht finden, sollten Sie diese Schritte befolgen:
- Prüfen Sie Ihre Reiseunterlagen und rufen Sie die Notfallnummer des Veranstalters an.
- Suchen Sie in der Ankunftshalle aktiv nach Repräsentanten mit Schildern Ihres Veranstalters (TUI, Schauinsland etc.).
- Fragen Sie am Informationsschalter des Flughafens nach dem « Meeting Point » Ihres spezifischen Reiseveranstalters.
Es ist dieses Gefühl, dass auch bei kleinen Pannen jemand da ist, der sich kümmert, das den Wert einer Pauschalreise ausmacht.
Wann und wie können Sie vorab ein ruhiges Zimmer reservieren ohne Aufpreis?
Der Wunsch nach einem ruhigen Zimmer, abseits vom Pool oder der lauten Bar, ist einer der häufigsten Sonderwünsche bei Hotelbuchungen. Doch hier lauert ein juristisches Missverständnis, das den Unterschied zwischen Pauschalreise und Einzelbuchung verdeutlicht. Wenn Sie bei einer Buchung im Feld « Kundenwunsch » oder « Anmerkung » den Vermerk « ruhiges Zimmer erbeten » eintragen, handelt es sich rechtlich um einen unverbindlichen Wunsch. Das Hotel ist bemüht, diesen zu erfüllen, aber es besteht kein rechtlicher Anspruch darauf. Wird Ihnen ein lautes Zimmer zugewiesen, stellt dies keinen Reisemangel dar.
Anders verhält es sich, wenn Sie diesen Wunsch zu einer zugesicherten Eigenschaft machen. Bei einer Pauschalreise können Sie Ihren Reiseberater bitten, den Wunsch als feste Bedingung in den Vertrag aufzunehmen. Nur wenn der Veranstalter dies schriftlich bestätigt (z.B. mit dem Vermerk « ruhige Lage bestätigt »), wird der Wunsch zu einem rechtlich bindenden Teil der Reiseleistung. Wird diese Eigenschaft nicht erfüllt, liegt ein Reisemangel vor, der Sie zu einer Preisminderung berechtigt. Ein wegweisendes Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 21.11.2017 ( Az: X ZR 111/16) bestätigt sogar, dass eine Minderung auch dann möglich ist, wenn der Veranstalter ein gleichwertiges Ersatzhotel anbietet, dieses aber die zugesicherten Eigenschaften nicht erfüllt.

Für Pauschalreisende bedeutet das: Sie haben die Möglichkeit, über den Veranstalter bestimmte Eigenschaften vertraglich festzuhalten und sich so rechtlich abzusichern. Ein Individualbucher, der direkt beim Hotel bucht, hat diese Möglichkeit in der Regel nicht und ist auf das Wohlwollen des Hoteliers angewiesen. Die Kommunikation läuft direkt über das Reisebüro oder den Veranstalter in Deutschland und unterliegt deutschem Recht.
Dieser kleine, aber feine Unterschied zeigt, wie die Pauschalreise vage Hoffnungen in einklagbare Rechte verwandeln kann.
Wie sparen Sie bis zu 300 € pro Woche bei der Selbstverpflegung auf den Kanaren?
Auch wenn eine Verpflegungspauschale oft die sorgenfreiere Option ist, entscheiden sich manche Reisende bewusst für eine Ferienwohnung mit Selbstverpflegung, um Flexibilität zu wahren. Doch auch hier kann man mit dem richtigen Wissen erheblich sparen, ohne auf Genuss zu verzichten. Der grösste Fehler ist, in den kleinen Supermärkten der touristischen Hotspots einzukaufen, wo die Preise oft stark überhöht sind. Der Schlüssel zum Sparen liegt darin, sich wie ein Einheimischer zu verhalten. Eine vierköpfige Familie aus Hamburg berichtet beispielsweise, dass sie durch den Einkauf auf lokalen Märkten und in Supermarktketten wie HiperDino oder Spar rund 250 Euro pro Woche im Vergleich zu den Preisen in Touristenzonen gespart hat.
Die grösste Ersparnis erzielen Sie durch den Besuch der lokalen Wochenmärkte, der « Mercadillos ». Orte wie Teror auf Gran Canaria oder Teguise auf Lanzarote bieten frisches Obst, Gemüse und Käse zu deutlich günstigeren Preisen. Ein weiterer Tipp ist der Kauf von lokalen Produkten. Anstelle von importierten Marken sollten Sie Gofio (ein geröstetes Getreidemehl, die Basis vieler kanarischer Gerichte) und die berühmten « Papas arrugadas » mit « Mojo »-Sossen probieren. Diese sind nicht nur authentisch, sondern auch sehr preiswert. Für Fischliebhaber lohnt sich der Gang zum Hafen, wo man frischen Fisch oft direkt vom Kutter kaufen kann – frischer und günstiger als im Supermarkt.
Um diese Ersparnisse zu realisieren, sind hier die besten Strategien:
- Lokale Märkte nutzen: Besuchen Sie Wochenmärkte (Mercadillos) statt der überteuerten Touristensupermärkte.
- Einheimische Produkte kaufen: Greifen Sie zu Gofio, Papas arrugadas und saisonalem Gemüse.
- Kundenkarten beantragen: Grössere Ketten wie HiperDino oder Spar bieten oft Kundenkarten mit Sofortrabatten.
- Fisch direkt am Hafen kaufen: Suchen Sie nach den « Pescaderías » in den Hafenorten für tagesfrischen Fang.
- Mietwagen clever einsetzen: Nutzen Sie einen günstigen Mietwagen, um zu den grösseren, preiswerteren Supermärkten ausserhalb der Touristenzentren zu fahren.
Mit ein wenig Planung lässt sich die kanarische Küche authentisch und preiswert geniessen, selbst wenn man auf das All-Inclusive-Paket verzichtet.
Kanaren oder Kapverden: Welches Atlantik-Ziel bietet bessere medizinische Versorgung?
Für viele Reisende, insbesondere für Senioren und Familien mit kleinen Kindern, ist die Qualität der medizinischen Versorgung vor Ort ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Reiseziels. Im Vergleich zwischen den Kanaren und den Kapverden wird hier ein fundamentaler Unterschied deutlich, der eng mit dem Status als EU-Mitglied und der Infrastruktur von Pauschalreisen verknüpft ist. Die Kanarischen Inseln gehören zu Spanien und damit zur Europäischen Union. Das bedeutet, dass die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) hier grundsätzlich gilt. Sie gewährt Zugang zu den öffentlichen Gesundheitszentren (« Centros de Salud ») zu den gleichen Bedingungen wie für Einheimische. Doch gerade hier liegt der entscheidende Vorteil der Pauschalreise.
Grosse deutsche Veranstalter wie TUI oder Schauinsland-Reisen unterhalten auf den Kanaren feste Verträge mit exzellenten Privatkliniken, wie zum Beispiel der Hospiten Gruppe. Im Krankheitsfall kontaktiert der Pauschalreisende einfach seine Reiseleitung. Diese organisiert nicht nur den Transport, sondern vermittelt den Patienten direkt an einen deutsch- oder englischsprachigen Arzt in einer dieser Privatkliniken. Die Abwicklung ist unkompliziert und auf die Bedürfnisse von Touristen zugeschnitten. Ein Individualreisender muss sich hingegen selbst auf den Weg zum nächsten öffentlichen Gesundheitszentrum machen, wo es zu langen Wartezeiten und Sprachbarrieren kommen kann.
Die Kapverden, obwohl ein beliebtes Reiseziel, liegen ausserhalb der EU. Die medizinische Versorgung ist dort auf einem deutlich einfacheren Niveau und die EHIC gilt nicht. Im Ernstfall ist oft ein teurer medizinischer Rücktransport notwendig, der nur durch eine gute Auslandskrankenversicherung abgedeckt ist. Die Infrastruktur der Pauschalreiseveranstalter ist auch hier vorhanden, kann aber die geringere Dichte an hochwertigen medizinischen Einrichtungen nicht vollständig kompensieren. Für Reisende mit Vorerkrankungen oder erhöhtem Sicherheitsbedürfnis sind die Kanaren daher die klar überlegene Wahl.
Die Pauschalreise auf die Kanaren bietet somit nicht nur rechtliche, sondern auch eine handfeste medizinische Sicherheit, die weit über den Standard hinausgeht.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) schützt Ihr Geld bei Veranstalter-Insolvenz – ein Schutz, der nur für Pauschalreisende gilt.
- Bei Mängeln oder Ausfällen haben Sie mit dem Veranstalter einen einzigen, nach deutschem Recht haftbaren Ansprechpartner.
- Organisierte Transfers und professionelle Unterstützung bei der medizinischen Versorgung bieten ein Sicherheitsnetz, das Einzelbucher nicht haben.
Pauschal oder Baustein: Welche Buchungsart schützt Ihr Geld bei Flugausfällen besser?
Ein Flugausfall ist eines der ärgerlichsten Szenarien für Urlauber. Hier zeigt sich der wohl gravierendste Unterschied zwischen einer Pauschalreise und individuell gebuchten « Bausteinen ». Wenn Sie Flug und Hotel getrennt buchen und die Airline den Flug streicht, erhalten Sie zwar in der Regel den Ticketpreis zurück. Doch auf den Kosten für das bereits bezahlte Hotel oder den Mietwagen bleiben Sie sitzen. Sie haben keinen Anspruch auf eine Ersatzbeförderung und müssen sich selbst um eine Alternative kümmern – oft zu horrenden Last-Minute-Preisen. Die verschiedenen Verträge (Flug, Hotel, Auto) sind rechtlich nicht miteinander verbunden.
Bei einer Pauschalreise ist die Situation eine völlig andere. Der Flug ist Teil einer Gesamtleistung. Fällt er aus, ist dies ein erheblicher Mangel der gesamten Reise. Ihr Reiseveranstalter ist nach § 651k BGB gesetzlich verpflichtet, für Abhilfe zu sorgen. Das bedeutet, er muss sich aktiv um eine angemessene Ersatzbeförderung kümmern, und zwar auf seine Kosten. Dieser Schutz gilt selbst dann, wenn die Fluggesellschaft nicht insolvent ist. Wie Rechtsexperten bestätigen, liegt die Verantwortung klar beim Veranstalter.
Bei einer Pauschalreise ist der Flugausfall ein Mangel der gesamten Reise. Der Veranstalter ist nach § 651k BGB verpflichtet, für Abhilfe zu sorgen, auch wenn die Airline nicht insolvent ist.
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Die finanzielle Absicherung im Insolvenzfall, wie bei der FTI-Pleite, ist dabei nur die Spitze des Eisbergs. Allein in diesem Fall wurden immense Summen an betroffene Pauschalurlauber zurückgezahlt, wie die Zahlen des Deutschen Reisesicherungsfonds belegen. Die Organisation hat nach eigenen Angaben die Erstattung der Vorauszahlungen für betroffene Pauschalreisende in die Wege geleitet. Dies zeigt, dass das System funktioniert. Diese rechtliche und finanzielle Festung ist der Grund, warum die Pauschalreise weit mehr als nur Bequemlichkeit bietet – sie bietet echte Sicherheit für Ihr Geld und Ihre Reise.
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